Montag, 13. August 2012

Review: The Dark Knight Rises


Einleitung

Handlungstechnisch beginnt dieser Film 8 Jahre nach dem Tod von Staranwalt Harvey Dent, der Batman wohl besser bekannt war als Harvey Two-Face: dem einstigen, gut aussehendem Harvey, der seit einer Auseinandersetzung mit einem Angeklagten auf einer Gesichtshälfte grausam entstellt gewesen ist. Aufgrund dieser Ereignisse halten Batman alle für den Mörder von Harvey, und deshalb zieht sich Bruce Wayne auch zurück. So lange, bis Gotham City wieder Gefahr droht…

Story

Diese ist, meiner Meinung nach, ein würdiger Abschluss für eine würdige Trilogie. „Batman – The Dark Knight Rises“ zeigt nämlich, wie tief ein einstiger Held und Beschützer einer Stadt sinken kann. Denn Bruce Wayne ist nicht nur Batman, der scheinbar Unbezwingbare, sondern auch ein Mensch aus Fleisch und Blut, der sich in all den Jahren zu Hause in Wayne Manor verkriecht, um nicht ins Kreuzfeuer der Gesellschaft zu geraten… glaubt er. Stattdessen wird hinter seinem Rücken über ihn gesprochen, was kein Wunder ist bei all den hochnäsigen und arroganten Reichen von Gotham City. Doch scheint mir Bruce jemand zu sein, der sich nicht wirklich um das Gerede gekümmert – denn um ehrlich zu sein, kümmert sich der gute Bruce um gar nichts mehr! Versteckt sich in seinem Zimmer, vegetiert vor sich hin und lässt Batman viel zu lange Zwangsurlaub machen. Bis eines Tages die angeblich unscheinbare Selena Kyle in sein Anwesen eindringt, um ihn mit ein paar Tricks zu bestehlen, zu verraten und gewaltig hinters Licht zu verführen. Selena Kyle ist niemand anderes als seine spätere Kampfgefährtin Catwoman, im Film dargestellt von Anne Hathaway. Bei ihr war ich ein wenig überrascht, denn ich kannte sie zuvor nur aus Filmen wie „Alice im Wunderland“, „Der Teufel trägt Prada“ und „Bride Wars“. Doch Anne bzw. Selena hat ihre Sache gut gemacht. Verdammt gut sogar. Denn so hervorragend und gleichzeitig falsch kann auch nur Catwoman sein… selbst Batman war vor ihr nicht immer gefeit und ist ein paar Mal ganz fies auf sie herein gefallen. Aber es gibt auch Menschen, die an Batman glauben. Menschen, die ihm helfen wollen, das er aus seinem selbst ernannten Exil zurück kommt – dies sind Figuren wie der großartige Commissonier Jim Gordon (der auch in diesem Teil von Gary Oldman gespielt wurde), eine meiner absoluten Lieblings-Charaktere aus dem Batman-Universum, sowie der junge Polizist John Blake, und der geniale Lucious Fox, die den herunter gekommenen Superhelden im Kampf gegen das Böse unterstützen… aber vorerst muss Bruce Wayne lernen, sich zu überwinden, ehe er irgendetwas tun kann.


Bruce Wayne muss sich entscheiden, den Kampf wieder aufzunehmen.



In all dem Durcheinander passieren sehr viele Dinge, die einerseits irgendwie klar waren, aber auch andererseits geschah dann wieder etwas, was mich überrascht hat. Der Überfall von Batmans zukünftigem Gegner auf ein Flugzeug, um den Atomphysiker Dr. Leonid Pavel zu entführen, ist erst der Anfang des gesamten Chaos, welches später ausbrechen wird. Denn der Entführer ist sehr an der von Pavel entwickelten Atombombe interessiert, um damit seine schrecklichen Pläne wahr werden zu lassen.Wayne rechnet nicht damit, einen so übermächtigen Feind zu bekommen, und somit unterschätzt er sich – er wird gefangen genommen und verschleppt, an einen Ort, über den ich sehr viel Interessantes erfahren habe. Und genau in den Momenten, wo die Bürger Gotham Citys Batman am allermeisten brauchen, kann er nicht einspringen – ganz im Gegenteil... er muss zuerst viel Leid, viel Schmerz und Angst überwinden, bevor er die Menschheit retten kann.


Commissionier James Gordon glaubt weiterhin daran, das Batman die Stadt beschützen kann.


Das ultimative Böse

Wie in allen bisherigen Batman-Filmen, gab es auch in diesem einen Gegner, mit dem sich Bruce Wayne kloppen durfte. In „Batman Begins“ gab es Scarecrow, die lebende Vogelscheuche (alias Victor Crane), in „The Dark Knight“ hat Psycho-Clown Joker sein unheimliches Spiel mit Gotham City getrieben und in „The Dark Knight Rises“ darf der furchteinflößende Bane seine Fäuste sprechen lassen. Doch Bane stellt alles bisher Dagewesene in den Schatten. Denn Bane ist übermächtig. In Sachen Körper, Geist und Brutalität übertrifft er sogar den verrückten Chaos-Agenten mit der schiefen Schminke, denn Bane hat seine ganz eigene Art, Gotham City ins Chaos zu stürzen. Persönlich fand ich Bane ja genial. Er war besser als ich es mir vorgestellt hab und teilweise hat er sich sogar selbst übertroffen. Zudem ist mir klar geworden, dass Bane kein Geisteskranker ist wie der Joker, sondern ein kühl denkender und schrittweise handelnder Verbrecher ist, der weiß wie man seine Gegner zerbricht und wie man ans Ziel kommt… das Ziel, die Stadt aller Städte zu vernichten und den dunklen Ritter, den man einmal so sehr geschätzt hat, zu vernichten. Außerdem muss ich sagen, das Bane eine äußerst interessante Vergangenheit hat; zum Beispiel, das er in einem Gefängnis mitten in der Wüste aufwuchs, das er einst eine spätere Gegenspielerin von Batman vor dem sicheren Tode bewahrte, und das er Teil der „Gesellschaft der Schatten“ hätte sein sollen, jedoch von diesen verstoßen würde… allerdings wählte er den Weg des Terrorismus, versteckt sein Gesicht hinter einer Maske, die ihn mit Morphium versorgt und die ihn stark werden lässt. Stärker, als alle anderen Gegner, die Batman bisher bekämpfen musste. Stärker als jeder Hass und jede Angst, die Bruce Wayne jemals erleben musste. Und mächtiger als alles bisher Dagewesene – Bane ist für mich der fleischgewordene Größenwahnsinn, der niemals aufgibt, bis er das bekommt, wofür er kämpft. Bis jemand kommt und ihn selbst zerbricht…


Der größenwahnsinnige Bane übernimmt die Herrschaft über Gotham City.


Fazit: Ein Held am Abgrund – ein Held der aufsteigt

Ich möchte nicht alles verraten, denn es war wirklich sehr, sehr spannend gemacht, viel epischer als ich es mir vorgestellt habe – es hatte einfach alles gepasst, die Zusammenarbeit der Figuren, die Vergangenheit von Bane, die persönlichen Probleme Bruce Waynes… da merkt man schon, in welchen Punkten die Produzenten ihre Stärken und Ideen gesteckt haben. Man konnte mit Batman und all den anderen wirklich mit fiebern, keine Sekunde lang dachte ich „Das passt jetzt da nicht hin!“ Wie ich schon sagte: es ist ein würdiger Abschluss für eine würdige Trilogie. Ich liebe die Batman-Filme von Christopher Nolan, und ich liebe die Figuren daraus. Und obwohl Christopher Nolan gesagt hat, dass es mit Christian Bale als Batman geendet hat, weiß ich, dass es dennoch weiter gehen wird – zwar nicht mehr mit Batman, aber mit anderen Charakteren. Das sagt mir mein Herz. Denn es geht immer irgendwie weiter. Egal wie. Egal, wie oft Batman fallen und egal wie oft er aufsteigen wird. Und eines Tages werden wir zurückkehren, nach Gotham City, der Stadt meiner Träume.


Der dunkle Ritter kehrt zurück.


Schlussnote: Gotham City – Stadt meiner Träume

Das mit Batman und mir, das fing ja schon sehr früh an. Ist irgendwo tief verwurzelt in meiner Kindheit, und ja, Batman ist und bleibt einfach einer meiner absoluten Kindheitshelden. Bruce Wayne mag zwar ein Held sein, doch er ist nicht perfekt. Auch er musste lernen, Höhen und Tiefen zu überwinden, Verluste zu verkraften, musste über sich selbst hinauswachsen, das Unmögliche tun – immer die Grenzen sprengen. Das war mir damals noch nicht klar. Doch nun bin ich froh immer noch Fan dass Batman-Universums zu sein. Und Gotham City, die Stadt meiner Träume, die so schön und schrecklich zugleich ist, durchtrieben und faszinierend, voller Anmut und Trauer… schon als Kind wollte ich da hin, selbst wenn ich wusste, dass es Gotham City nicht wirklich gibt. Nur einmal in den Himmel hinauf sehen um zu berichten, das man den dunklen Ritter selbst gesehen hat. Und selbst, wenn ich nun etwas traurig bin über das Ende dieser Film-Reihe – wird Batman wohl für immer zu den Dingen gehören, die in meinem Herzen bleiben werden. Und daran wird sich auch nichts mehr ändern.

Gotham City by night



Und zum Schluss verbleibe ich noch mit ein paar beeindruckenden Bildern aus dem Film - weil es einfach so gelungen war!


Batman und Bane im tödlichen Kampf.


Selena Kyle alias Catwoman unterstützt Batman mit vollem Körpereinsatz.


Der dunkle Ritter erhebt sich über Gotham City, um die Menschheit zu retten.


Der junge Polizist John Blake erkennt gegen Ende des Filmes, zu was er wirklich bestimmt ist.


Selena Kyle versucht Bruce Wayne, mit ihren Reizen zu überzeugen.








1 Kommentar:

  1. Haha, ich kann dir nur in allen Punkten zustimmen!!
    Allerdings ist Harvey nicht mit irgendeinem Angeklagten aneinandergeraten sondern mit dem Joker höchstselbst. ;)

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