Donnerstag, 18. Oktober 2012

Film-Review: Iron Man


Der Milliardär Tony Stark scheint einfach alles zu besitzen: Reichtum, Erfolg und Macht. Zudem hat er sich über all die Jahre hinweg ein so großes Ego angeeignet, von dem ich mich wundere dass es noch nicht geplatzt ist. Nachdem seine Eltern bei einem Autounfall ums Leben kamen, erbt Tony das Milliarden-Geschäft seines Vaters, Stark Industries, und mit diesem zusammen jede Menge Ruhm. Die Frauen liegen ihm zu Füßen und die Presse ist sowieso hinter ihm her, ja, Tony Stark scheint wirklich ein ganz Großer zu sein. Aber tief im Inneren weiß Tony, dass ihm etwas fehlt. Seine Assistentin Virginia „Pepper“ Potts scheint manchmal die Einzige zu sein, die den kauzigen Erfinder wirklich richtig versteht und ihn auch gut kennt. Allerdings sieht es am Anfang nicht so aus als ob Tony und Pepper ein freundschaftliches Verhältnis zueinander pflegen, zumal Tony ziemlich viel auf sich selbst hält und ob da noch andere Leute außer ihm Platz haben, weiß man nicht so genau. Aber die Präsentation seiner neuesten Waffe „Jericho“ in Afghanistan bringen einen Wendepunkt in Tonys Leben, denn sein Konvoi wird angegriffen und er wird dabei schwer verletzt – ausgerechnet von seinen eigenen Waffen, die Stark Industries jahrelang produzierten…


Robert Downey Jr. alias Tony Stark alias Iron Man 

Als Tony wieder zu sich kommt, befindet er sich in Gewalt der „Zehn Ringe“, einer Gruppe von Terroristen, die ihn gefangen halten und ihn dazu zwingen, ihnen „Jericho“ zu bauen. Raza, der Anführer der Gruppe, verfrachtet Tony in ein unterirdisches System, wo ihm ein gutherziger Mit-Gefangener namens das Leben rettet, indem er ihm einen Elektromagneten in die Brust einpflanzt. Dieser soll verhindern, dass die Metallsplitter, die Tony bei dem Angriff getroffen haben, in sein Herz eindringen sollen. Als Stark begreift was aus ihm geworden ist, schwant ihm Fürchterliches, und ihm wird klar, dass er seinen Lebensstil und das Grundkonzept von Stark Industries vollauf ändern muss, um ein besserer Mensch zu werden. Da er zudem vermutet, dass die Terroristen ihn nach Fertigstellung der „Jericho“-Rakete töten werden, baut er zusammen mit Yinsen heimlich an einer selbst konstruierten und notdürftig zusammengebastelten Rüstung. Mit dessen Hilfe will Tony zusammen mit Yinsen flüchten und nach Hause zurückkehren, um sein Leben grundsätzlich zu ändern, nach alldem was ihm in Afghanistan wiederfahren ist. Doch bei der Flucht geht einiges schief und Yinsen opfert sich, damit Stark die Freiheit zurück erlangen kann. Dieses Erlebnis schockiert Tony sehr, welches ein weiterer Punkt ist, das Ganze noch einmal zu überdenken… nach einer Auseinandersetzung in der ersten Versin der Iron Man-Rüstung, wird Tony von amerikanischen Truppen aufgespürt und nach Hause gebracht. Dort verkündet er, dass Stark Industries in Zukunft keine Waffen mehr produzieren soll.


Farahin Tahir als Terrorist Raza

Im weiteren Verlauf des Filmes macht sich der Wandel bei Stark mehr als deutlich bemerkbar, und es kommen einige Szenen nach dem Afghanistan-Part, bei denen ich immer wieder Tränen in den Augen habe, einfach, weil sie so rührend sind. Damit meine ich zum Beispiel die „Pepper, wie groß ist Ihre Hand, fassen Sie da mal rein“-Szene und die „Sie sind die Einzige die ich habe“-Szene. Da könnte ich jedes Mal flennen und das sind so Momente, in denen ich ihn einfach nur umarmen und an mich drücken möchte. In den nächsten Parts des Filmes dreht es sich darum, wie Tony zu seiner wahren Stärke findet und wie sehr sich seine Persönlichkeit verändert, obgleich er sich einige Eigenheiten behält, die man ihm gerne manches Mal ausreden würde…


Tony Stark arbeitet emsig an seiner Iron Man-Rüstung.

Letztendlich geht Iron Mans Geschichte so weit, das er sich einfach neu entdeckt und erfindet und erkennt, wer seine wahren Feinde sind, und wer ihm zur Seite steht – dennoch ist und bleibt er Tony Stark, und so wie er ist, finde ich ihn genial. Im Kampf gegen das Böse beweist der bissige Milliardär und Erfinder ab dann doch wieder so viel Herz, so dass auch die Welt erkennen muss das sie einen Iron Man braucht, der sie beschützt. An diesem Punkt beende ich auch den Inhalt des Filmes, denn ich möchte nicht allzu viel verraten, zumal der Film wirklich sehr spannend und unterhaltsam ist. Ich war von Anfang an begeistert davon und auch gerührt, und ein wenig überrascht, weil Tony und ich so viel gemeinsam haben. Und weil Pepper Potts eine furchtbar geniale Assistentin ist und ich neidisch bin, das sie für Tony arbeitet, aber für mich nicht.


Original-Tony im Zeichenstil von Marvel

Persönliches Fazit:

Für mich persönlich ist Tony Stark eine Figur, die mir in vielen Dingen ähnlich ist. Natürlich habe ich nicht sein Aussehen, seinen Reichtum oder seinen Erfindergeist, aber es gibt schon ein paar Sachen, wo ich ein wenig schockiert darüber war, dass ich das ausgerechnet bei mir wiederfinden konnte… darüber musste ich mir erst mal im Klaren werden. Aber jetzt möchte ich ihn gar nicht mehr missen, obwohl – wie ich oben schon schrieb – es einige Dinge gebe, mit denen ich nicht wirklich einverstanden bin, aber so ist er nun mal. Auch in den Filmen gefällt er mir sehr gut, was nicht zuletzt an der grandiosen Darstellung von Robert Downey Jr. liegt, aber der ist sowieso eine Augenweide.




An der Seite von Yinsen (Shaun Toub) plant Tony seine Flucht.

Im Übrigen gibt es sogar ein Anime von Iron Man, doch ich muss ganz ehrlich gestehen, dass ich es hasse – denn es hat eine ganz komische Storyline mit einem noch komischeren Zeichenstil, und nervigen Nebenfiguren. Ich habe ein wenig reingeschaut aber bereits ein paar Minuten haben bei mir ausgereicht, Da bleibe ich schon lieber bei den Filmen. Es gab da ein paar Sachen die mich tierisch aufgeregt haben, was nicht nur alleine an dem Zeichenstil und den Figuren lag, sondern einfach so Dinge wie: Tony will seinen Mark verkaufen (in den Filmen hat er sich mehrmals dagegen gewehrt und dagegen ausgesprochen, das er seine Maschinen niemals an die Regierung oder sonst wen hergeben würde! Warum also da?), Yinsen tauchte auf einmal wieder auf, obwohl dieser längst gestorben war (er hatte sich im Afghanistan-Part für Tony geopfert, damit dieser gerettet werden konnte), Jarvis hatte eine weibliche Stimme (Jarvis ist für mich eindeutig männlich, obwohl er eine A.I. ist! Da hätte er auch von Pepper synchronisiert werden können, ganz ehrlich -.-) und warum zum Henker tauchte Wolverine auf, um Tony zu beschützen? Was haben die X-Men mit Stark Industries zu tun? Das hat mich einfach tierisch gestört und mich irritiert, da ich mich gefreut hätte eine Zeichentrickversion und das noch dazu auf Anime-Art, von Tonys Geschichte zu sehen… aber nein, es hätte nicht sein sollen. Ich fand das Ganze ein wenig zu überdreht und nervig… da gönne ich mir doch lieber das Original und die Filme, weil ich sonst nicht mehr wieder aufhöre zu meckern. Ich sage nicht, das es generell schlecht ist – aber ich kam mit der Umsetzung einfach überhaupt nicht zurecht, da ich mir unter dem Anime etwas völlig anderes vorgestellt hatte… na ja, Pech gehabt. :P 



Das Iron Man-Anime: Ein fürchterlicher Verriss.

Für mich gilt jetzt zu hoffen, dass ich bald mal ein Iron Man Graphic Novel ergattern kann, und wenn es bloß mit den Avengers zu tun hat. Ich mag es wenn sie Tony in Konstellation mit anderen bringen, weil er immer derjenige ist der für Überraschungen sorgt und einen manchmal mit Fragezeichen über dem Kopf hinterlässt. Da wir gerade dabei sind: im Graphic Novel „Thor – Erster Donner“ hat Tony übrigens einen Auftritt, da die Geschichte auch einen Teil der Avengers umfasst. Aber vielleicht mache ich dazu mal ein eigenes Review. ^^



Pepper kümmert sich fürsorglich um ihren berühmten Chef.


Zu cool für diese Welt.


Was Tony wohl von diesen alten Heften denkt...?


Also wenn der Name Iron Man nicht von diesem Lied stammt, dann weiß ich es auch nicht besser!



1 Kommentar:

  1. Wow, wirklich geniales Review! :)
    Ich hätte es nicht besser beschreiben können. *-*
    Und dass es einen Anime gibt, wusst ich gar nicht. XD Aber ich glaube, den schau ich mir auch nicht an... oO Scheint ja nicht wirklich gut zu sein, wenn sich Tony da nicht mal an seine Prinzipien hält....
    Ich wollt ja auch noch ein Review schreiben. Aber iwie trau ich mich nicht ran. x__x

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